Ratgeber

Photovoltaik:
Kostenvergleich

Anschaffungskosten

Sie müssen unterschiedliche Faktoren berücksichtigen, die sich auf die Gesamtkosten Ihrer Anlage auswirken. Zunächst einmal ist die Gesamtanlageleistung, also die Kilowattpeak (kWp) der Anlage, entscheidend für die Kosten. Kilowattpeak bezeichnet die maximale Leistung der Photovoltaikmodule.

Die anfallenden Kosten weichen je nach Art und Anzahl der Solarmodule und der Leistung der Solaranlage ab. Für das Hinzufügen eines geeigneten Stromspeichers fallen noch zusätzliche Kosten an.

Photovoltaik-Interessierte können für eine Anlage (ohne Speicher) mit einem Preis von etwa 1.800€ bis 2.000€ netto pro Kilowatt-Peak rechnen.

Was sind die Kosten für einen Stromspeicher?

Die Kosten eines Stromspeichers sind, wie bei der Solaranlage, auch abhängig von der Leistung über die dieser verfügt. Ein Speicher mit einer Kapazität von bis zu 6 Kilowattstunden (kWh) können bis zu 7.000€ kosten. Größere Speicher mit Kapazitäten bis zu 10 kWh kosten bis zu 10.000€.

Mit welchem Preis muss ich nun für meiner Solaranlage rechnen?

Sollten Sie beispielsweise an einer Anlage mit einer Leistung von 4 kWp interessiert sein, die durchschnittlich ungefähr 4.000 Kilowattstunden (kWp) Strom produziert, so können Sie mit Kosten (ohne Speicher) von etwa 6.800 Euro (plus Mehrwertsteuer) rechnen.

Um einen zielgenaueren Preis zu ermitteln der individuell auf Ihre Wunsch Gesamtanlagenleistung und Anforderungen abgestimmt ist, können Sie sich ein kostenloses Angebot einholen.

Einspeisung des Stroms

Profitiere ich wenn ich den erzeugten Strom einspeise?

Als Besitzer einer Solaranlage verfügen Sie über die Möglichkeit der Einspeisung. Das bedeutet, dass Sie einen Teil des über die PV-Anlage erzeugten Stroms, in das öffentliche Netz einspeisen können. Für die Einspeisung in das öffentliche Netz bestehen gesetzlich festgelegte Konditionen. Die Vergütung für die Einspeisung von Strom entspricht den geltenden Sätzen des Gesetzes über den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG).

Die aktuelle Einspeisevergütung für Solaranlagen, mit einer Größe von 1-10 kWp, liegt im Juli 2022 bei etwa 6,24 ct/kWh. Ist die Anlagengröße eine höhere, wie etwa Solaranlagen ab 10 kWp bis 40 kWp, erhalten Verbraucher um die 6,06 ct/kWh. Da sich dieser Betrag nicht nur jährlich, sondern auch monatlich ändert, ist die Einspeisevergütung nicht mehr wirtschaftlich profitabel. Es lohnt sich für Sie also mehr den über Ihre Anlag erzeugten Strom, selbst zu verbrauchen.

Die Wirtschaftlichkeit der Anlage ist demnach umso höher, je größer Ihr Eigenverbrauchsanteil ausfällt. Um einen großen Eigenverbrauchsanteil sicherzustellen, lohnt sich die Nutzung eines entsprechenden Stromspeichers. Dieser verdoppelt den Anteil des Eigenverbrauchs im Vergleich zu Anlagen ohne Speicher. Ein weiterer großer Vorteil ist die Unabhängigkeit von Strom aus dem regulären Stromnetz.

Ersparnisse bei der Nutzung einer Solaranlage

Bei stetig steigenden Netzstrompreisen, steigen auch die möglichen Ersparnisse durch eine eigene PV-Anlage. Die Netzstrompreise stiegen seit 2008 gesamthaft um etwa 70%. Zudem war der Strompreis Anfang 2022 für private Verbraucher so hoch wie zuvor noch nie. Inzwischen müssen Verbraucher mit einem Strompreis von etwa 37,14 ct/kWh rechnen. Mit einer PV-Anlage profitieren Sie also von Einsparungen, da Sie weniger Strom kaufen müssen.

Staatliche Förderung von Solaranlagen

Um die kostspielige Investition in eine Solaranlage zu fördern, sind Ihnen einige Möglichkeiten geboten finanziell unterstützt zu werden.

Als Förder- und Finanzierungsmittel für Solaranlagen bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Tilgungszuschüsse oder direkte Zuschüsse für den Bau und Kauf oder der Sarnierung zum Effizienhaus beantragen. Diese kann prinzipiell auch für Solaranlagen verwendet werden. Allerdings ist hier zu beachten, dass bei Nutzung der BEG Förderung die Einspeisevergütung wegfällt. Folglich ist zu prüfen, welche Förderung wirtschaftlicher ist.

Darüber hinaus bietet die kfW für die Finanzierung einer Solaranlage (mit oder ohne Stromspeicher) zinsgünstige Darlehen und Kredite.

Zudem haben Privatpersonen mit einer PV-Anlage die Möglichkeit die Umsatzsteuer auf die Anlage sowie den Speicher und die laufenden Kosten vom Finanzamt zurückzuerhalten.

Extra Förderung in Köln

In der Stadt Köln profitieren Sie von einem gesonderten Zuschuss für eine Solaranlage. Die Stadt Köln fördert nämlich im Zuge einer „Solar-Offensive“ Photovoltaik künftig verstärkt. Der Förderbetrag den Photovoltaik-Interessierte erwarten können liegt mittlerweile bei 250 Euro pro kWp Anlageleistung (vormals 150 Euro pro kWp).  Im Zuge dessen stieg auch die maximal geförderte Anlageleistung von ursprünglich 30 auf 50 kWp. Entscheiden Sie sich also für eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 10 kWp, fördert die Stadt Köln entsprechend 2.500€.

Inhalt

FAQs

Der wohl wichtigste Grund, eine PV-Anlage zur eigenen Stromerzeugung zu nutzen, liegt in den finanziellen Vorteilen: Durch die eigene Anlage kann Strom für den Eigenverbrauch wesentlich kostengünstiger erzeugt werden, mit Kosten von 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde. Im Vergleich dazu liegen die Kosten beim Stromversorger durchschnittlich bei bis zu 42 Cent pro Kilowattstunde (Stand Januar 2023, unter Berücksichtigung des Strompreisdeckels) - also etwa viermal so hoch. Für einen Einfamilienhaushalt bedeutet der Strom von der eigenen Photovoltaikanlage somit eine erhebliche finanzielle Entlastung.

Der Kostenvorteil einer Photovoltaikanlage als eigenständige Lösung ist bereits spürbar und kann weiter verbessert werden. Mit Stromspeichern, Wärmepumpen und Wallboxen sind Komplettlösungen möglich, die eine weitgehende Unabhängigkeit vom Strommarkt ermöglichen. Denn Photovoltaik macht Sie zu Ihrem eigenen Stromversorger.

Der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie ist eine der effektivsten Maßnahmen zum Klimaschutz. Daher gelten strenge gesetzliche Anforderungen sowohl für Neubauten als auch für bestehende Gebäude. Um langfristig diesen Vorgaben gerecht zu werden und einen bedeutenden Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt zu leisten, ist die Stromerzeugung durch Photovoltaik eine ideale Lösung:

  • Klimaneutrale Energiegewinnung ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe
  • Ausgereifte und im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energiequellen kostengünstige Technologie
  • Lange Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren

Solarthermieanlagen können bis zu 60% des Warmwasserbedarfs und bis zu 20% der jährlichen Heizenergie abdecken. Eine Photovoltaik-Anlage mit einer maximalen Leistung von 10 kW und einer Fläche von 60 m² kann jährlich etwa 7.500 bis 12.000 kWh Strom erzeugen. Wenn ein 4-Personen-Haushalt einen Verbrauch von 4.000 kWh hat, kann der überschüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet werden, was zu einer Einnahmequelle für den Anlagenbetreiber führt.

Das Sparpotenzial Ihrer Solaranlage hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe der Solaranlage, der Kapazität des Speichers, der gesetzlichen Einspeisevergütung, dem Anteil des Eigenverbrauchs, der Entwicklung der Strompreise und dem Betrachtungszeitraum (z.B. 20, 25 oder 30 Jahre). Das Sparpotenzial ist also individuell und kann auch von zukünftigen Strompreisentwicklungen beeinflusst werden. Unsere Solarexperten berechnen gerne Ihr individuelles Einsparpotenzial. Zudem wird Solarstrom immer günstiger, da die Technologie stetig verbessert wird und die Produktion der Module in großen Stückzahlen kostengünstiger wird. Bei ErstRaum liegt unser Fokus darauf, unseren Kunden Ersparnisse zu ermöglichen und die Umwelt zu schützen, anstatt die Gewinne der Großkonzerne zu steigern.

In der Regel zahlen die Netzbetreiber die Einspeisevergütung rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der PV-Anlage (Tag des Zählertauschs). Daher stellt eine Verzögerung im Anmeldeprozess beim Netzbetreiber kein Problem dar.

Die Einspeisevergütung für den eingespeisten Strom erhalten Sie von Ihrem örtlichen Netzbetreiber.

Obwohl private Solaranlagen seit dem 1. Januar 2023 von der Steuer befreit sind, empfehlen wir Ihnen dennoch, Ihr Finanzamt über Ihre Solaranlage zu informieren. Durch die Einspeisung von Strom wird der Betreiber der PV-Anlage steuerlich als Unternehmer gemäß Umsatzsteuergesetz behandelt. Als solcher ist er verpflichtet, sich beim Finanzamt anzumelden.

Ab dem 1. Januar 2023 gilt für neue Kunden ein Mehrwertsteuersatz von 0 % für ihre Solaranlage. Eine Ausnahme bildet die Wallbox, die weiterhin der regulären Mehrwertsteuer unterliegt. Zudem sind ab 2022 alle Solaranlagen von der Einkommensteuer befreit. Weitere Informationen zum Thema "Steuern auf meine Solaranlage" finden Sie hier.

Autarkie bezieht sich auf das Verhältnis zwischen dem selbst verbrauchten Sonnenstrom und dem Bezug von Netzstrom, also Ihre Unabhängigkeit vom Stromnetz. Der Autarkiegrad gibt an, in welchem Maße Sie vom öffentlichen Stromnetz unabhängig sind. Er wird berechnet, indem die Leistung Ihrer PV-Anlage im Verhältnis zu Ihrem jährlichen Stromverbrauch betrachtet wird. Sie können Ihren Autarkiegrad durch den Einsatz eines Stromspeichers weiter erhöhen.

Wir rufen Sie gerne an

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